Betrieb
Anvil Coder zeigt den Verbrauch eines Laufs und lässt Kostendeckel für Organisation, Projekt und Lauf setzen. Ohne gesetzten Betrag gilt unbegrenzt. Hier erfährst du, wann die Prüfung greift und welche Überwachung im betriebenen Dienst verfügbar ist.
Das eigentliche Risiko eines autonom arbeitenden Systems ist nicht der einzelne teure Lauf, sondern der unbemerkte Dauerbetrieb. Deshalb misst ein gesetzter Deckel den Monat und nicht den einzelnen Lauf — und die Prüfung liegt vor dem Start des nächsten.
Im betriebenen Dienst stellt Anvil Coder seine Metriken im üblichen Format bereit; Prometheus und Grafana sind die vorgesehene Kette. Wer selbst betreibt, schaltet den Metrik-Endpunkt dafür frei. Ist die Ablaufverfolgung eingeschaltet, reicht sie über die Warteschlange hinweg — ein Auftrag bleibt vom Coordinator bis in den Worker ein zusammenhängender Vorgang, obwohl dazwischen eine Nachricht liegt.
Der Export der Ablaufverfolgung ist (zuschaltbar) und standardmässig aus; im betriebenen Dienst ist er eingeschaltet. Wer selbst betreibt und nur Metriken braucht, zahlt nichts dafür.
Vier Anlässe melden sich von selbst: ein fehlgeschlagener Lauf, ein abgeschlossener Lauf, eine angeforderte Freigabe und ein Lauf, der ins Stocken gerät. Jedes Mitglied entscheidet je Anlass, ob die Meldung im Cockpit erscheint, per E-Mail kommt oder beides — im Cockpit ist sie voreingestellt an, per E-Mail voreingestellt aus. Der Inhaber einer Organisation kann zusätzlich je Anlass eine Slack-Meldung an einen selbst hinterlegten Webhook schalten.
Einstellungen und Kanäle beschreibt dieDokumentation (Anmeldung erforderlich).
Zwei Bestandteile sind (zuschaltbar): sie werden nur mitgeliefert, wenn jemand sie ausrollt — im betriebenen Dienst sind beide ausgerollt. Ein Überwacher beobachtet den laufenden Betrieb und stellt Befunde zusammen. Und ein wiederkehrender Prüflauf, ebenfalls(zuschaltbar), stellt fest, ob die Kette insgesamt noch trägt, statt sich auf die Abwesenheit von Alarmen zu verlassen: ein hermetischer Testlauf im selben Namensraum, auf eigenen Kanälen und ohne Modell. Er braucht kein eigenes Projekt, weil er ohne Modell arbeitet.
Beim Überwacher lohnt der genaue Blick, welche Hand wie scharf ist. Ist er ausgerollt, ist der Neustart-Eingriff ohne weitere Einstellung scharf; die weitergehende automatische Reparatur ist gesondert (zuschaltbar) und im Auslieferungszustand standardmässig aus — im betriebenen Dienst ist auch sie eingeschaltet. Die Cockpit-Sicht darauf ist der Betriebsrolle vorbehalten: wer selbst betreibt, hat die Schalter in der Hand; wer den Dienst mietet, bekommt das Ergebnis und nicht den Schalter.
Beides ist als Ergänzung gedacht, nicht als Ersatz für eine Betriebsmannschaft. Ein System, das sich selbst überwacht, braucht weiterhin jemanden, der die Befunde liest.
Im betriebenen Dienst fährt die Arbeiterflotte auf null herunter, wenn nichts zu tun ist. Der Auslöser ist der Rückstand in der Warteschlange: liegt Arbeit an, kommen die Arbeiter zurück.
Die Grundlast bleibt davon unberührt — Coordinator, Datenbanken, Nachrichtenschiene, Anmeldung und Überwachung laufen weiter. Leerlauf ist deshalb billiger als Betrieb, aber nicht umsonst.